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Pneumothorax

Ein Pneumothorax kann als isolierter Befund bei einem Säugling mit Atemnot auftreten oder mit anderen Formen von Lungenerkrankungen (insbesondere RDS und MAS) verbunden sein. Der Befund kann subtil sein und nur minimale Unterschiede in der Transparenz der Lungenfelder aufweisen.

Pneumothorax

Der Pneumothorax bei einem beatmeten Säugling kann ein Notfall sein, wenn er unter Spannung steht. In diesem Fall (wie auf dem ersten Bild rechts) ist eine dringende Drainage vor einer Röntgenaufnahme angezeigt.
Risikofaktoren für Pneumothoraces sind:

  • Unterstützte Beatmung (einschließlich CPAP)

  • Respiratory Distress Syndrome

  • Meconium Aspiration Syndrome

  • Andere Air Leak Syndrome (z.z. B. interstitielles Lungenemphysem)

  • Pulmonale Hypoplasie

Bis zu 2% der Säuglinge können jedoch bei der Geburt spontane Pneumothoraces entwickeln. Man geht davon aus, dass dies auf den hohen Druck zurückzuführen ist, den Säuglinge beim Einleiten der Atmung selbst erzeugen können. Viele Säuglinge haben nur minimale oder gar keine Symptome, und das Luftleck löst sich im Laufe der Zeit spontan auf.

Beidseitige Term-Pneumothoraces

Die Verabreichung von 100 % Sauerstoff an Term-Säuglinge („Stickstoffauswaschung“) soll den Pneumothorax möglicherweise schneller auflösen.

Die Theorie besagt, dass der Stickstoff in der im Pleuraraum enthaltenen Luft passiv durch die Lunge in die mit 100 % Sauerstoff gefüllten Alveolen diffundiert. Dadurch wird die Auflösung des intrapleuralen Luftlecks gefördert. Es heißt, dass sich der Pneumothorax bei dieser Behandlung innerhalb von 48 Stunden auflöst und nicht erst nach 2 Tagen, wenn man ihn einfach in Ruhe lässt (….).

Diese Bilder rechts stammen von einem Kind, das per Kaiserschnitt bei der Geburt geboren wurde. Das Kind hatte von Geburt an Atemprobleme, aber außer etwas Maskensauerstoff war keine Wiederbelebung (d. h. Beatmung) erforderlich.

Eine erste Röntgenaufnahme zeigte beidseitige Pneumothoraces (erstes Bild). Der Umriss der rechten Lunge ist deutlich zu erkennen. Der linke Pneumonthorax ist unauffälliger. Dem Baby wurden beidseitig Thoraxdrainagen gelegt und es musste beatmet werden.
Das zweite Röntgenbild zeigt beidseitige Interkostaldrainagen. Die Spitze der linken Drainage ist geknickt. Die Lungenfelder sind trotz des hohen Drucks in den Atemwegen zu diesem Zeitpunkt nicht gut aufgeblasen. Dieses Baby hat eine signifikante pulmonale Hypoplasie.

Beidseitiger Frühgeborenen-Pneumothorax

Diese Bilder stammen von einem Frühgeborenen, das mit 24 Wochen geboren wurde und dessen Beatmungsanforderungen am zweiten Lebenstag zunahmen. Die Transillumination war nicht diagnostisch, vielleicht weil es keine Asymmetrie aufgrund der bilateralen Pneumothoraces gab. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs zeigte einen großen Spannungspneumothorax auf der rechten Seite und ein kleineres Luftleck auf der linken Seite.

Eine Brustdrainage wurde eingelegt, und das Kind verbesserte sich klinisch. Man beachte, dass die Drainage auf der rechten Seite zu weit eingelegt wurde (Hinweis: Bei kleinen Säuglingen ist es allzu leicht, die Drainagen zu weit einzulegen).
Bei einem kleinen Säugling wie diesem sollte eine Ultraschalluntersuchung des Kopfes durchgeführt werden, um festzustellen, ob eine Verschlechterung zum Zeitpunkt der Pneumothoraces mit einer intraventrikulären Blutung zusammenhing.

Pulmonales interstitielles Emphysem

Pulmonales interstitielles Emphysem

Das pulmonale interstitielle Emphysem (PIE) tritt am häufigsten bei kleinen Säuglingen mit ausgeprägtem RDS auf. Es gibt mikroskopisch kleine Luftlecks, wobei die Luft entlang des Interstitiums der Lunge wandert. Ein Pneumothorax ist eine häufige Begleiterscheinung, und eine chronische Lungenerkrankung ist ebenfalls eine häufige Folgeerscheinung.

Das radiologische Erscheinungsbild kann als „Salz und Pfeffer“ beschrieben werden.
Ist das PIE auf eine Seite beschränkt, kann der Säugling mit dieser Seite nach unten gestillt werden. Gelegentlich kann eine selektive Intubation der nicht betroffenen Lunge durchgeführt werden, um die betroffene Lunge zu „schonen“.

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