Die 19 Fragen der englischen Version der BSDS basierten auf den Fragen, die Pies als am hilfreichsten erachtete, um nicht nur schwere Fälle von bipolarer Störung zu erkennen, sondern auch Patienten, die in das „weichere“ Ende des bipolaren Spektrums fallen (z. B. Patienten mit einer Vorgeschichte von schweren depressiven Episoden und 1 oder 2 Episoden erhöhter Stimmung und Energie, die nur 1 bis 3 Tage andauern und somit nicht die DSM-IV-Kriterien für Hypomanie erfüllen).
Der BSDS wurde in seiner ursprünglichen Version validiert und zeigte eine hohe Sensitivität (0,75 bei Bipolar I und 0,79 bei Bipolar II und nicht anderweitig spezifizierten Personen). Die Spezifität war hoch (0,85), was diesem Diagnoseinstrument einen erheblichen Wert bei der Erkennung eines breiten Spektrums von Erscheinungsformen innerhalb des bipolaren Spektrums verleiht. Ghaemi und Kollegen stellten fest, dass eine Punktzahl von 13 der optimale Schwellenwert für Spezifität und Sensitivität bei der Erkennung von Bipolarspektrum-Störungen ist.
Der BSDS besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil enthält eine Reihe von 19 Sätzen, die die Hauptsymptome der bipolaren Störungen beschreiben. Jeder Satz ist mit einem leeren Feld verknüpft, das von Patienten angekreuzt werden sollte, die entscheiden, dass die Aussage eine genaue Beschreibung ihrer Gefühle oder Verhaltensweisen ist. Für jede angekreuzte Aussage wird 1 Punkt vergeben.
Im zweiten Teil des BSDS wird der Patient aufgefordert, den Grad der Übereinstimmung der 19 Punkte umfassenden Beschreibung mit seinen eigenen Erfahrungen zu bewerten. Die Skala bietet vier Möglichkeiten: „Diese Geschichte passt sehr gut oder fast perfekt zu mir“ (6 Punkte); „Diese Geschichte passt ziemlich gut zu mir“ (4 Punkte); „Diese Geschichte passt bis zu einem gewissen Grad zu mir, aber nicht in den meisten Aspekten“ (2 Punkte); und „Diese Geschichte beschreibt mich überhaupt nicht“ (0 Punkte).

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