Das Korrosionsverhalten eines austenitischen rostfreien Stahls (UNS S30400) wurde in einem 10.000-Stunden-Test in hydriertem, ammoniakhaltigem Wasser bei 260 °C charakterisiert. Die Korrosionskinetik war parabolisch, wobei die parabolische Geschwindigkeitskonstante durch chemische Entzunderung auf 1,16 mg dm-2 h-1/2 bestimmt wurde. Die Röntgen-Photoelektronenspektroskopie in Kombination mit Argon-Ionen-Mahlung und Zielfaktoranalyse wurde angewandt, um eine unabhängige Schätzung der Geschwindigkeitskonstante zu erhalten, die mit dem gravimetrischen Ergebnis übereinstimmte. Anhand der Verteilung der drei oxidierten Legierungsbestandteile (Fe, Cr, Ni) in Bezug auf Tiefe und Elementarzustand wurde festgestellt, dass: (a) die Korrosion nicht-selektiv erfolgt und (b) der Korrosionsfilm aus zwei Spinelloxidschichten besteht – einer äußeren Schicht auf Ferritbasis (Ni0,2Fe0,8)(Fe0,95Cr0,05)2O4 auf einer inneren Schicht auf Chromitbasis (Ni0,2Fe0,8)(Cr0,7Fe0,3)2O4. Diese Zusammensetzungen stimmen gut mit den Solvi-Phasen überein, die durch Unmischbarkeit im Fe3O4-FeCr2O4-Binärmaterial entstehen, was bedeutet, dass Unmischbarkeit eine wichtige Rolle im Phasentrennungsprozess spielt.

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