T1-4/N0 (lokaler Tumor mit klinisch negativem Hals)

Diese Tumoren können einer einzelnen oder multimodalen Behandlung unterzogen werden (ausschließliche Strahlentherapie, Radiochemotherapie, ausschließliche Operation oder Operation plus Radio(chemo)therapie). In jedem dieser Fälle kann der Patient ein vollständiges Ansprechen oder ein unvollständiges Ansprechen (oder R1-R2-Resektion) haben. Im Falle eines vollständigen Ansprechens ist das beste Szenario die Heilung der Krankheit. Eine weitere geplante chirurgische Behandlung ist dann nicht erforderlich. Wenn der Patient ein Rezidiv hat, kann es sich um ein isoliertes lokales Rezidiv handeln, bei dem die Aufgabe der Rettungsoperation darin besteht, den Primärherd zu kontrollieren („Rettungsoperation“ für den rezidivierenden Tumor oder lokale Rettungsoperation), und der Chirurg kann sich für oder gegen eine Halsdissektion entscheiden, die bei Fehlen einer verdächtigen Lymphknotenmetastase als elektive Halsdissektion bezeichnet werden sollte. Wenn das Rezidiv sowohl lokal als auch regional auftritt (synchrones Rezidiv), besteht die Aufgabe der Rettungsoperation darin, beide Stellen zu kontrollieren. Das Verfahren sollte als „Salvage-Chirurgie“ für den rezidivierenden Tumor plus therapeutische (ipsilaterale, kontralaterale oder bilaterale) Neck Dissection oder lokoregionale Salvage-Chirurgie bezeichnet werden. Schließlich kann das Rezidiv nur im Nacken auftreten (regionales Rezidiv). In diesem Fall besteht die Aufgabe der Salvage-Chirurgie nur in der Kontrolle des Nackens und sollte als „Salvage“-Halsdissektion bei rezidivierendem Tumor oder regionale Salvage-Chirurgie (ipsilateral, kontralateral oder bilateral) bezeichnet werden. Der Patient kann aber auch ein unvollständiges Ansprechen zeigen oder die Behandlung kann einen lebensfähigen Tumor zum Vorschein bringen (wie es bei einer Operation mit positiven Rändern der Fall ist). In diesen Fällen zielt der chirurgische Eingriff darauf ab, das Ausbleiben des Ansprechens zu korrigieren oder den Resttumor zu kontrollieren, und er wird als Teil der Behandlung vor deren Beginn durchgeführt. Es handelt sich also um eine Ergänzung der Primärbehandlung. Dementsprechend sollten die Verfahren als „Rettungschirurgie“ bei persistierendem Tumor oder als ergänzende lokale Resektion bezeichnet werden, die mit einer elektiven Halsdissektion verbunden sein kann oder auch nicht. In diesem Szenario ist ein besonderes Merkmal des Tumors das Fehlen einer Knotenerkrankung zu Beginn der Behandlung. Es ist klar, dass sich die Prognose von Patienten mit einem anfänglichen N0-Halstumor von der Prognose von Patienten mit einem N+-Tumor unterscheidet. Daher sollte bei allen Salvage-Verfahren bei diesen Patienten ein N(-)-Präfix hinzugefügt werden.

T1-4/N+ (lokaler Tumor mit Halslymphknotenmetastasen)

Diese Tumore können der gleichen Vielfalt an Behandlungen unterzogen werden wie Tumore mit klinisch negativen Hälsen und können die gleiche Vielfalt an Ergebnissen haben – mit vollständigem oder unvollständigem Ansprechen. Im Falle eines vollständigen Ansprechens ist keine weitere Behandlung erforderlich. Ebenso können Rezidive isoliert werden und eignen sich somit für eine „Rettungsoperation“ für den rezidivierenden Tumor oder eine lokale Rettungsoperation, und der Chirurg kann sich für oder gegen eine Halsdissektion entscheiden, die in Ermangelung einer verdächtigen Lymphknotenmetastase als elektive Halsdissektion bezeichnet werden sollte. Im Falle einer N+-Erkrankung kann das Rezidiv jedoch sowohl lokal als auch regional auftreten (synchrones Rezidiv), und die Aufgabe der Salvage-Operation besteht darin, beide Stellen zu kontrollieren. Die anschließende chirurgische Behandlung sollte als „Rettungsoperation“ für den rezidivierenden Tumor plus therapeutische Halsdissektion oder lokoregionale Rettungsoperation bezeichnet werden. Schließlich kann das Rezidiv auch nur im Hals auftreten (regionales Rezidiv). In diesem Fall besteht die Aufgabe der Salvage-Operation nur in der Kontrolle des Halses und sollte als „Salvage“-Halsdissektion für den rezidivierenden Tumor oder regionale Salvage-Operation bezeichnet werden. Der Patient kann auch ein unvollständiges Ansprechen haben (wie es nach einer Radiochemotherapie vorkommen kann), oder bei der Behandlung kann ein lebensfähiger Tumor entdeckt werden (Operation mit positiven Rändern). In diesen Fällen kann am Hals ein vollständiges Ansprechen erreicht werden, aber der Tumor kann an der primären Stelle persistieren, so dass eine „Rettungsoperation“ für den persistierenden Tumor oder eine ergänzende lokale Resektion erforderlich ist, die mit einer elektiven Halsdissektion verbunden sein kann oder nicht. Diese Fälle entsprechen der früher so genannten „geplanten Halsdissektion“, bei der der Patient vor der Behandlung eine Halsmetastase aufwies, die ein vollständiges Ansprechen erreichte, der Chirurg aber die Halsdissektion auf der Grundlage des Tumorstadiums vor der Behandlung durchführte. In anderen Fällen kann der Primärtumor ein vollständiges Ansprechen aufweisen, der Hals jedoch nicht. In dieser Situation konzentriert sich der chirurgische Eingriff auf die Kontrolle des Halstumors, was einer „Salvage“-Halsdissektion bei persistierendem Tumor oder einer ergänzenden therapeutischen Halsdissektion entspricht. Schließlich kann der Patient eine Persistenz des Tumors sowohl an der primären Stelle als auch an den regionalen Lymphknoten aufweisen; in diesem Fall entspricht die Operation einer „Rettungsoperation“ bei persistierendem Tumor oder einer ergänzenden lokalen Resektion in Verbindung mit einer therapeutischen Halsdissektion. In dieser Kategorie sollte für alle Rettungseingriffe ein N(+)-Präfix hinzugefügt werden. Wie bereits erörtert, sollte der Begriff „Chirurgie“ oder „lokal“ durch die spezifische Bezeichnung des chirurgischen Verfahrens ersetzt werden (z. B. Salvage-Laryngektomie bei persistierendem Tumor oder komplementäre Laryngektomie).

Schließlich wurde eine ausgewählte Gruppe von Patienten mit isolierter Fernmetastasierung in die Lunge als Kandidaten für eine Lungenresektion betrachtet. Die Kriterien und Indikationen sind einzelne oder wenige resektable Metastasen bei Patienten ohne Anzeichen einer lokoregionalen Erkrankung oder anderer Fernmetastasenherde. Diese Gruppe kann als „Salvage-Chirurgie“ für isolierte Metastasen bezeichnet werden. Sekundärtumore nach primärer Radio(chemo)therapie, die im Rahmen einer sekundären „Feldkanzerisierung“ oder als strahleninduziertes Malignom oder als de novo-Prozess entstehen können, werden oft fälschlicherweise für ein lokales Rezidiv gehalten, wenn sie in unmittelbarer Nähe des Primärtumors entstehen, und sollten daher nicht als „Salvage-Chirurgie“ betrachtet werden. Wie bereits erwähnt, kann die Unterscheidung zwischen Lokalrezidiv und Sekundärtumor jedoch schwierig sein.

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