Der Magdalena-Fluss ist ein großer Fluss in Kolumbien. Der Fluss wird auf Spanisch Río Magdalena genannt und hat seinen Namen von der biblischen Figur Maria Magdalena. Der Fluss hat eine Länge von 1.528 km, ist im unteren Teil seines Laufs schiffbar und sein wichtigster Nebenfluss ist der Río Cauca. Der Magdalena-Fluss beginnt in der Lagune La Magdalena und mündet schließlich in das Karibische Meer. Außerdem zählt der Magdalena neben dem Parana, dem Orinoco und dem Amazonas zu den bedeutendsten Flüssen Südamerikas.

Der Verlauf des Magdalena-Flusses

Der Magdalena-Fluss entspringt in der Magdalena-Lagune, die sich in den Anden auf einer Höhe von 3.685 m befindet. Wenn der Fluss flussaufwärts fließt, ist er etwa 1.000 km lang schiffbar, bis er in der Nähe der Stadt Honda Stromschnellen erreicht. Nach den Stromschnellen ist der Magdelana wieder für fast 240 km schiffbar. Zu den Städten am oder in der Nähe des Flusses gehören La Dorada, Neiva, Puerto Boyacá, Santa Cruz de Mompox, Puerto Berrio und Honda. Der Río Magdalena hat mehr als zehn Nebenflüsse, darunter der Río Cauca, der sein Hauptzufluss ist, der Río Nara, der Río San Jorge, der Río La Miel, der Río Cabrera, der Río Sogamoso, der Río Carare und der Río Cesar. Das Einzugsgebiet des Flusses umfasst eine Fläche von 273.000 km2 und beherbergt eine geschätzte Bevölkerung von 32 Millionen Menschen. Der Magdalena-Fluss mündet schließlich in der Nähe der Stadt Barranquilla in das Karibische Meer.

Im Jahr 2015 entwickelte die kolumbianische Regierung einen Plan zur Privatisierung des Magdalena-Flusses und zum Bau von 11 bis 15 Staudämmen entlang seines Verlaufs. Die Anwohner protestierten jedoch gegen den Plan, da er keine Mechanismen zur Gewährleistung des Umweltschutzes vorsah. Darüber hinaus kündigte Kolumbiens Präsident Juan Santos 2013 staatliche Mittel in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar an, um die Schiffbarkeit des Magdalena-Flusses wiederherzustellen.

Bedeutung des Magdalena-Flusses

Historisch gesehen war der Magdalena-Fluss ein wichtiger Transportweg in Kolumbien. Heute ist das Einzugsgebiet des Magdalena-Flusses für den Anbau von Kakao, Kochbananen, Kaffee und Mais von großer Bedeutung. Der Fluss bietet auch Lebensraum für zahlreiche Fisch-, Vogel-, Reptilien-, Säugetier- und Amphibienarten. Darüber hinaus ist die bedeutende menschliche Bevölkerung in der Nähe des Magdalena-Flusses auf seine Gewässer für Fischfang und Landwirtschaft angewiesen.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.